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Dienstag, 15. Januar 2013

Auf dieser Erde...

...heißt ein Gedicht, das mir einfällt, wenn ich auf den Schnee schaue, der da draußen im Dunklen glitzert. Ich mag den Schnee, obwohl ich wegen ihm heute zu Hause geblieben bin und nicht noch durch den Berufsverkehr ins Atelier gefahren bin. Mein Kleid nähe ich ein anderes Mal fertig... 
Jetzt kuschel ich mich vor den Kamin und für euch gibts das wunderschöne Gedicht von Guggenmoos:

Zwei Pferde gingen bekümmert
im Gänsemarsch durch den Schnee.
Sie traten in ein Gartenhaus,
das hatten sie selbst gezimmert.
Dort zogen sie ihre Halfter aus
und tranken Kaffee.
Doch unter dem Deckel der Zuckerdose
fanden sie keine süßen Brocken,
fanden sie eine Herbstzeitlose
mit angezogen Knien hocken
(sie hatte sich vor dem Frost verkrochen
und sah nun mit blaßlila Augen her).
Ich kann nicht mehr
sagte das eine der Pferde,
es ist alles so Winter auf dieser Erde.

(Guggenmoos, Die Wundertüte)


Herbstzeitlose von hier 

Donnerstag, 19. Juli 2012

Praktisch,...

... dass ich die im Moment gar nicht brauche:


Mein Garten und das Wetter erledigen momentan alles alleine. 
Und überraschen mich immer wieder.
Heute entdeckt:
Eine versteckte kleine Rose. 
:-)


Alles lieb gemeint! - Ich danke auch!
... aber ich wiederhole:
Liebes Wetter, ich bin bereit für Sonne!

Was? Stress? Keine Zeit zu gießen? 
Pustekuchen:


Die Regale sind leer. 
Die Kisten gepackt. 
Garten ich komme und ich werde gießen was das Zeug hält.
...und mich kümmern um meine Rose.

Denn wir wissen ja:

"Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, 
sie macht deine Rose so wichtig."
(Antoine de Saint-Exupéry)




Donnerstag, 7. Juni 2012

Darf ich vorstellen: ...

...Hermine!
Nein, keine kleine Zauberfrau, sondern meine Nymphaea Hermine:


Aber auch die kann zaubern.
Wie aus dem Nichts, plötzlich war sie da. 
Am Morgen noch eine kleine Knospe und mittags dann schon diese tolle fertige Blüte. 
Solche kleinen Zaubereien passieren in meinem neuen Garten immer wieder. Plötzlich blühen die Pfingstrosen, dann werfen sie all ihre dicken Blütenblatter ab und statt dessen blüht was anderes auf. Und ich freu mich über all diesen Zauber!!

Warum ich euch das erzähle?

Das wird es immer geben.
Da kann man gar nichts machen.
Daraus besteht das Leben.
Hauptsächlich Nebensachen.

(Wittkamp)


Freitag, 6. Januar 2012

Immerhin einen König...

... habe ich heute für euch:



Aus einem tollen Buch mit 21 Kürzestgeschichten: 
Der König und das Meer von Heinz Janisch.
Bilder von Wolf Erlbruch.

Sonntag, 18. September 2011

"Das Leben ist so schön...

... wie Schokoladenkuchen."


Ihr habt Glück, dass diese Zapperdockels noch traurig sind. Denn wenn Zapperdockels traurig sind, dann werden sie durchsichtig und man kann ihre Gedanken sehen. Eben haben die Zapperdockels noch gedacht, das Leben sei so traurig wie ein schwarzer Stein. Und nun sind sie ganz durcheinander und voller Gedankenfetzen. Denn gerade haben die Kinder aus meiner Klasse versucht sie davon zu überzeugen wie schön das Leben ist. 
Schaut schnell hin... denn die Kinder hatten schlagende Argumente und sicher sind die Zapperdockels gleich nicht mehr traurig und nicht mehr durchsichtig.  


"wie eine knallrote Schaukel" und so schön "wie der Himmel" 

"wie ein Schokoladenkuchen" und so schön "wie tauchen"

"wie ein bunter Blumenstrauß" und so schön "wie eine Blume"

"wie 6 Monate Ferien" und so schön "wie ein Tag am Strand"


Tipp: Der Zapperdockel und der Wock ist ein tolles, tolles Buch. Das man einfach nur vorlesen, aber auch schön im Unterricht einsetzen kann.

Dienstag, 31. Mai 2011

Regenpause...

...ist ein fieses Wort.
Es ist ein Wort, das Hoffnung auf Pause macht, die man als Lehrer dann aber nicht hat, weil die lieben Kleinen in der Klasse bleiben und das alleine natürlich nicht ohne Totschlag schaffen...
Heute hat es den ganzen Tag geregnet. 
Das heißt: es gab NUR Regenpausen.
Und das heißt: die Kinder hatten keine Zeit zum erlaubten Rennen und Schreien und haben versucht das dann unerlaubt in den besagten Scheinpausen einzubauen... 

Regenpause ist aber auch ein fieses Wort für meine Balkonpflanzen. Bei denen heißt es aber: eine Pause vom Regen. Und weil die letzte Regenpause sich sehr lang hingezogen hat, hatte der Regen heute doch auch was gutes. 

Und der Abend riecht heute wunderbar nach Sommerregen. Hmm... Schön!

Bei diesem ganzen Regen, musste ich an Guggenmoos denken:


Heute und nie wieder

Es regnet, was es regnen mag.
Es regnet schon den ganzen Tag.
Zwischen Erlenblättern am Bach
sitzen zwei Eintagsfliegen.
Die eine seufzt nur: “Ach!”

Die andere klagt: “O Schwester!
Wir leben heute und nie wieder.
Was schickt uns der Himmel hernieder?
Regen, Regen, Traurigkeit.
Wozu sind uns Flügen gegeben?
Wir dürfen nicht tanzen, nicht schweben.
Welch ein verregnetes Leben!”

Aber dann am Nachmittag
wird’s hell, wird’s hell mit einem Schlag.
Da kommt es zu den beiden doch,
das Glück, das Glück, das große Glück.
Sie dürfen tanzen, schweben
ein ganzes Viertelleben noch.

Josef Guggenmos


Bild von  Hier 


Samstag, 23. April 2011

Ab heute ändere ich mein Leben...

... ab heute muss es täglich Urlaub geben.


Ist er auch noch so klein,
Ein Urlaub am Tag muss sein.. 


Auf einen Baum steigen, 
Den Kindern Zaubertricks zeigen,


In geliebte Bücher schauen,
Einen Papierflieger bauen,


Durch den Wind laufen, 
Eine Springschnur kaufen,


Mit geschlossenen Augen tanzen,
Sich wiegen mit Pflanzen,


Ohne Flügel fliegen,
In der Hängematte liegen...

Selda Marlin Soganc hat noch mehr Ideen um ein bisschen Urlaub in den Alltag zu bringen und zu allen wunderschöne Bilder. (Nachlesen und anschauen in ihrem Buch "Täglich Urlaub", oder auch hier durchs Buch klicken)
Das Besondere an ihren Bildern ist übrigens, dass sie sie auf Holz malt. Dadurch entsteht eine tolle Struktur und teilweise ist die Holzoberfläche auch richtig ins Bild integriert. 

Genießt die freien Ostertage!!
...sicher habt ihr ja auch viele eigene Ideen für ein bisschen Alltagsurlaub!

PS - Hach FERIEN haben ist wunderbar.

Samstag, 16. April 2011

Den ersten Schmetterling...

... hab ich heute gesehen.
Es ist ein wunderschöner Sonnentag und es sind Ferien!! Und da freuen wir Lehrer uns doch mindestens so sehr wie die Schüler!
Mein erster Schmetterling für dieses Jahr war gelb.
Trotzdem musste ich gleich an dieses Gedicht denken:

Blauer Schmetterling

Flügelt ein kleiner blauer
Falter vom Wind geweht,
ein perlmutterner Schauer,
glitzert, flimmert, vergeht.
So mit Augenblicksblinken,
so im Vorüberwehn
sah ich das Glück mir winken,
glitzern, flimmern, vergehn.
 

(Hermann Hesse)


... noch ein Nachtrag zum Häkel-Gürtel mit der Antwort auf eure Fragen:
Das Garn ist eine Häkelwolle, die ich mal bei Kaufhof gekauft habe. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen, weil ich die Beschriftung abgemacht und weggeworfen hab.
Geschlossen wird der Gürtel momentan noch mit einer Sicherheitsnadel. Ich überlege noch ihn breiter zu machen...


... ja und die Schuhe: noch sind sie alle hier. Ich hab ja 100 Tage Rückgaberecht - da bleibt viel Zeit zum Überlegen... Aber ihr habt mich überzeugt, dass ein Paar zu behalten definitiv ein Fehler wäre, zwei zu behalten eigentlich auch nicht so clever wäre und es damit mindestens auf drei Paar hinauslaufen sollte. 

Sonntag, 3. April 2011

April

Da kommt er
wirft Luftlappen ins Gesicht
drückt Sonne auf den Rücken
lacht überlaut wickelt den
Park in grünen Taft zerreißt
ihn wieder stellenweise
pufft die Kinder spielt mit den 
Röcken erschreckter Gouvernanten
drückt alle Regenhebel
macht los die Nordhunde von den Ketten und
lässt sie laufen nach Windlust
Ein toller Geselle
eine Art Eulenspiegel
auch gangsterhafte Gesten hat er 
     (jaja mein Lieber du
      machst es uns nicht leicht
      dich liebzuhaben)
und doch und doch
im großen und ganzen
ein prächtiger Kerl
dieser April


(Rose Ausländer)

Sonntag, 13. März 2011

Naturlehre


Wenn die Sonne untergeht
für immer,
was dann,
fragen die Kinder.

Wir erleben das nicht,
sage ich
und verschweige,
dass Atomkraftwerke
die Dämmerung
schon eingeschaltet haben.
(Julius Becke)

Morgen 18 Uhr in allen größeren Städten:  MAHNWACHEN !

Ich muss wohl nicht erklären, warum wir alle hingehen sollten...
...oder fühlt sich hier irgendwer nicht betroffen?

Infos auf:
http://www.ausgestrahlt.de/

Montag, 28. Februar 2011

Me Made: Monat vorbei

... der Me Made Monat ist zu Ende. Kein Grund für Traurigkeit. Ich denke, wenn wir einen Faden zwischen die Finger kriegen, werden wir wohl wieder irgendwas draus machen - egal ob Februar, März, April...

Einen Faden gefunden,
eine Schlinge gebunden,
in die Wälder gegangen,
einen Löwen gefangen.
(Frantz Wittkamp)

Ich bin gespannt, wer zuerst einen Löwen fängt und werde eure Blogs entsprechend im Auge behalten :-)

Heute geb ich euch noch mein letztes Hemd - sozusagen.
Lange hätte ich bei diesen Außentemperaturen nicht mehr mithalten können mit passender Me Made Kleidung. Einen meiner ältesten Röcke hab ich raus gekramt. Stoff war von Ikea (aber vor ca. 8 Jahren....), Schnitt aus irgendeiner Burda und vor ein paar Jahren mal gekürzt. Heute nach Inspiration von Dana und Marion erstmals mit Unterrock...
...den ich bei den Karnevalssachen gefunden habe :-) Aber ich finde ihn auch tragbar auch außerhalb der fünften Jahreszeit? (wenn ich mich irre, bitte sagen!)



Zum Abschluss DANKE:  fürs Interesse, für die vielen, netten Kommentare, für unfassbare 8000 Klicks und 24 Leser (ich freu mich über euch!), für viele Eindrücke in anderen Blogs und für Idee und Umsetzung von Catherine.

Sonntag, 6. Februar 2011

Viele Eindrücke...

Wie angekündigt werd ich nur an Wochentagen meine selbstgemachten Sachen tragen (vorsorglich, damit ich Ende Februar nicht ohne da stehe :-) - oder mich wohl möglich zu was hinreißen lassen muss, was mir gar nicht mehr gefällt)

Aber ich hab grad das hier gelesen: 

... „Aus all dem darf auch für den Mensch gefolgert werden: Je mehr Eindrücke wir speichern, desto mehr melden sich Gedankenverbindungen und desto größer ist die Chance, aus deren Wechselwirkung heraus neue Ideen zu bilden. Wer also viel erlebt, dem wird mehr einfallen.“
(Frederic Vester: Denken, Lernen, Vergessen)

(...gefolgert wird das übrigens aus einem Rattenexperiment – Ratten mit eintönigen Käfigen haben kleinere Gehirne als Ratten in Käfigen mit Leiterchen, Höhlen, mehreren Etagen und Spielgegenständen.)

Der Me Made Monat - scheint mir - untermauert diese Rattenthese:
Viele Eindrücke = Viele Ideen. 

In diesem Sinne eine erlebnisreiche nächste Woche!

Freitag, 31. Dezember 2010

Prost...

... ihr lieben. Guten Rutsch und vor allem ein gutes neues Jahr. 


Viel Vergnügen, gute Reise,
Glück, Gesundheit, Überfluss,
viel Erfolg, beziehungsweise: 
Komme, was da kommen muss!


Sonntag, 19. Dezember 2010

Was ich grad gelesen hab...

... als ich nach dem passenden Zitat für meine Weihnachtskarten suchte, war nicht so weihnachtlich.
Darum landet es hier und nicht in den Karten:
  
Wenn beide Eltern Enten sind,
ein ganz normaler Fall,
dann kriegen sie ein Entenkind
und keine Nachtigall. 

... eine kleine Tatsache, die manch einem Lehrer wohl bekannt sein wird.