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Mittwoch, 9. November 2011

Me Made: abgeraten

Vom heutigen Me Made haben mir meine Freundinnen abgeraten, als ich ihnen letzte Woche meine Idee erzählt habe.

Aber... was soll ich sagen... Es war so verlockend... Und darum hab ich den MMMittwoch heute für mein Trage-Experiment genutzt.
Aber eins nach dem anderen.
Es geht um diesen "Schal".



Vor etwa zwei Wochen hab ich auf dem Flohmarkt nach Stoffen zum Taschen nähen gesucht (vielleicht erinnert ihr euch). Gefunden hab ich unter anderem eine schöne Tischdecke.
Mit Fransenrand.
Also hab ich den Fransenrand von den Decke abgeschnitten...
Und erst mal eine schöne Tasche aus der Decke genäht - passt jetzt natürlich hervorragend zum "Schal".


Nun hatte ich ja hier gelesen, dass Fransen IN sind. 
Und das für gut befunden.
Ich hatte gleich Lust irgendwas mit den übrig gebliebenen Fransen zu machen.
Wie gesagt: mir wurde abgeraten.
Wie ihr seht: ich habs trotzdem getan - Einfach den abgeschnittenen Fransenrand genommen und drum um den Hals - Fertig war mein Tischdeckenfransenschal.

Heute also war ich dann mit dem Tischdeckenfransenschal in der Schule.
Im Lehrerzimmer keine Bemerkungen, keine komischen Blicke und in der Klasse erst mal wieder im "Kleidungsvakuum" verschwunden.

ABER DANN:

Schüler: "Frau P., du bist immer so schön bunt."
Ich: "So schön bunt?"
Schüler: "Ja so viele Farben."
Ich gucke an mir runter und find mich heute gar nicht so bunt.
Ich: "Och so viele Farben hab ich ja heute gar nicht an. Blau (zeige auf die Jeans), grau (zeige auf das T-Shirt) und wieder blau (zeige auf das Jäckchen)."
Schüler: "Ja aber da an deinem Schal da sind so viele Farben. Da würde man denken, passt gar nicht mit so vielen Farben. Passt aber doch. Irgendwie"

Hmm. Na dann....
Ich stufe diese Meinung allerdings als wenig objektiv ein und bin gespannt auf eure.

Mein Fazit ist eher mittel. Ich komme mir schon etwas verkleidet vor mit so einer halben Tischdecke um den Hals.

... So, dann schaun wir mal, ob andere MeMädels heute auch was gegen kalte Hälse tragen.

Montag, 25. Juli 2011

Ausgeschlafen...

...starte ich heute ganz gemütlich in diesen wunderbaren ersten Ferientag.
Und liefere hier noch den MeMade-Tagebucheintrag vom letzten Schultag:

Ich komme so gut und bestens gelaunt aus dem Bett wie schon lange nicht mehr. 
Heute noch drei Stunden und dann sind Ferien. 
Vor dem Kleiderschrank muss ich nicht lange überlegen. 
Heute gibt es Zeugnisse.
Und natürlich trage ich mein "Zeugniskleid". 
Das Kleid war kurz vor der letzten Zeugnisausgabe fertig geworden und als wir dann mit den Kindern eine Zeugnisfeier planten zu der man sich "schick machen" sollte, wurde aus dem Kleid mein Zeugniskleid. 
Frau Lehrerin muss den Kindern schließlich Struktur, Transparenz und Sicherheit bieten. Spätestens beim nächsten Mal werden die Kinder wissen: Wenn Frau P. mit diesem Kleid zur Schule kommt, dann gibt es Zeugnisse :-)
In der Schule: 
Gegenseitige Outfit-Würdigungen unter Kolleginnen. Und Komplimente für die Kombination (diesmal nicht mit türkis, sondern mit rosa - ja, die rosa Phase ist noch nicht vorbei....) 
Nach der Schule: 
Treffen im Atelier mit Jutta und den Jungs und essen gehen im Thai-Imbiss. Ich fühl mich irgendwie zu schick. Vermutlich liegt es hauptsächlich am Stoff, weil das Pünktchenmuster nicht zuuu schnieke daher kommt, aber der Stoff glänzt ein bisschen und hat so eine Abendkleid-Konsistenz (sorry, in Stoffkunde bin ich nicht so gut...).


Fazit: Es gibt sie anscheinend, jene Kleidungsstücke, die nur zu einem ganz bestimmten Anlass passen. Mein Zeugniskleid hat mit der Zeugnisausgabe auf jeden Fall eine gute Einsatz-Nische ergattert und würde sein Leben ohne diese vermutlich nur im Schrank verbringen. 

Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann noch eine andere Nische, die sich diesem Kleid eröffnet... 

Freitag, 8. Juli 2011

Wie Schürzen Kleider machen...

... habe ich heute erlebt. Mein Problemkleid
hat eine Metamorphose durchlebt und hier im
MeMade-Tagebuch könnt ihr es nachlesen:


Mit 22 Komplimenten im Rücken (DANKE euch dafür!!) beschließe ich heute morgen, mein Problemkleid anzuziehen.
Auf dem Weg zur Schule ist viel Verkehr.
Ich bin spät dran, flitze nur schnell an den Kopierer und dann in die Klasse.
Womit ich ziemlich schnell im Kleidungs-Vakuum verschwinde.
Bewusst wird es mir erst wieder nach der Pause.
Denn in der 3. und 4. Stunde wird heute gekocht.
Ich trage eine Schürze.
Ich trage sonst NIE eine Schürze, wenn ich in der Schule mit den Kindern koche. 
Daraus schließe ich: mein Problemkleid ist mir zu schade zum schmutzig werden. 



Erkenntnisse:
Schürzen trägt man zum Schutz und was ich schütze, an dem liegt mir was. 
...ich ahne, dass sich eine innigere Freundschaft zwischen mir und meinem Kleid anbahnt.


Mein Problemkleid wird hiermit umbenannt in „Stadtkleid“.
Das sollte es nämlich ursprünglich werden. Kein Kleid für Wiesen und Strand, sondern eins für die Stadt.


Mehr MeMadeTagebücher gibt es hier.

Montag, 4. Juli 2011

Erkenntnisse über Häkelwesten...

 ...und deren Ähnlichkeit zu Tischdecken
aus dem MeMade-Tagebuch:

Erste Pause, ich komme gerade ins Lehrerzimmer, da sagt meine Kollegin auch schon:
„Hast dus schon gefunden?“
Ich wunder mich „Was?“
„In deinem Fach...“
In meinem Fach liegt das:

Zwei Häkeldeckchen.

Ich glaube es ist als Wiedergutmachung gedacht, weil eben jene Kollegin vor ein paar Tagen, als ich mit meiner selbstgehäkelten Weste in die Schule kam, fragte, ob ich mir eine Tischdecke umgehängt habe.
Ich vermittelte ihr daraufhin anscheinend glaubhaft, dass ich die Bemerkung ziemlich daneben fand, dass ich meine Weste in wochenlanger Arbeit selbst gehäkelt habe und darauf ziemlich stolz sei.

Nun schenkt sie mir also zwei Häkeldeckchen, die ihre Oma selbst gehäkelt hat.
Ich frage mich, ob sie meint, ich solle mir die Deckchen auf den Tisch legen oder ob sie zum Umhängen gedacht sind. Meine Kollegin fragte ich das leider nicht.
Naja, ich packe mir die Deckchen ein und werde selbst entscheiden, was ich damit mache.


Erkenntnisse:
MeMade-Kleidung kann für andere ein Fettnäpfchen sein... (Offenbar ist es unangenehmer, selbstgemacht Kleidung nicht angemessen zu würdigen, als gekaufte Kleidung nicht angemessen zu würdigen).
Und:
MeMade-Kleidung kann andere dazu inspirieren, mich zu beschenken. Interessant...




Wer in anderen MeMade-Tagebüchern lesen möchte, oder selbst eins schreiben will - hier gehts lang.