Mittwoch, 13. Juli 2011

MeMade: Preview

Heute ist kein ganz normaler Mittwoch ist, sondern der letzte Mittwoch vor der MeMade-Sommerpause.
Darum gibt es bei mir heute auch keinen ganz normalen MeMade-Beitrag, sondern eine Preview.
Nach der Sommerpause wird es hier einiges zu sehen geben, denn das hier sind meine Pläne:


Ich werde mir ein Wickelkleid nähen. Von einer Kollegin habe ich dieses Wickelkleid zur Ansicht und zum Ausprobieren bekommen. Der Schnitt ist aus einer alten Brigitte, die die Kollegin aber nicht mehr hat. Mir scheint der Schnitt aber recht simpel zu sein und ich werde mal versuchen ihn mir so abzugucken, denn ich finde so ein Wickelteil wäre für den Urlaub noch eine echte Option. 
Hier das Blitzlicht - Wickelkleid in Aktion:



Ich werde mir ein Jersey-Kleid nähen, denn das fehlt noch in meiner Kleidersammlung für diesen Sommer. Die Stoffe liegen schon im Atelier und es soll dieser Schnitt werden. 


Ich finde das Kleid super. Aber dieses Exemplar ist einfach nicht sommerlich. Ich habe jeansblauen Stoff für das Rockteil und rosa für das Oberteil gekauft.


Dann werde ich die Träger für dieses lange Kleid endlich annähen. Ich habe mich, wie auch die meisten von euch vorgeschlagen hatten, für breite Träger entschieden.

Dann habe ich habe noch einen Traumstoff, aus dem ich das lange Kleid noch mal nähen möchte. Vorher werde ich aber den Test „lange Kleider in der Alltagspraxis“ machen. Ich weiß nicht recht, ob lange Kleider sich tatsächlich als praktisch erweisen. Das werde ich erproben.

Und ich würde mir gerne eine Hose nähen. Und zwar wird es vermutlich auf die Jersey-Hose hinauslaufen, die in der aktuellen Burda ist. Im Grunde bräuchte ich die Hose auch noch bis zum Urlaub... habe aber noch keinen passenden Stoff gefunden.


Und zu guter letzte möchte ich mir Ohrringe machen. Entweder die aus Spitze, die in der Burda gezeigt wurden. Die finde ich ganz wunderbar oder Ohrringe häkeln, das fände ich auch toll...


Ich freu mich schon auf die letzte MeMade-Runde vor der Sommerpause und werde jetzt mal bei den anderen MeMädels schauen. 

Sonntag, 10. Juli 2011

40 cm Stoff...

...gestalten und damit anderen Kindern helfen?
Habe ich die Kinder in der Schule gefragt und ihnen von der Burda-Aktion erzählt.
Die Antwort war ganz klar:

WIR HELFEN

Also haben wir letzte Woche fleißig Seidentücher bemalt. Ich habe die Seide dann eben noch auf weiße Baumwollstücke genäht, damit wir auch den Teilnahmebedingungen entsprechen und finde das Ergebnis wunderbar! 9 tolle Stücke = 45 Euro für die Tribute to Bambi-Stifung:



Das Gute an der Technik der Seidenmalerei ist, dass ein schönes Ergebnis vorprogrammiert ist. Und die Kinder haben Spaß am Besonderen und an den leuchtenden Farben.
Der kleine Künstler dieses Stückes war ganz unglücklich und unzufrieden mit seiner Konturenzeichnung. Ich habe ihm dann gezeigt, wie er im Hintergrund mit den Farbverläufen spielen kann und er war ganz happy mit seinem Bild.


Also Mädels - was die Kinder können, können wir doch auch, oder??
40 cm Stoff schnappen und ein bisschen gestalten, ab zu Burda für den guten Zweck und nebenbei entsteht so eine große Patchworkdecke, an der wir gemeinsam gearbeitet haben. Ich finde die Idee super!

Samstag, 9. Juli 2011

Ein Rätsel:

Ich bin 29.
Es ist Samstag Abend.
Gleich elf Uhr.
Ich sitze alleine zu Hause vor dem Computer.

Wer errät warum??

Tipp 1:
Dies war auch schon die letzten Wochenenden so und wird auch noch das nächste so sein.
Tipp 2:
Dies wiederholt sich in halbjährigen Abständen (wer ganz clever ist, findet die Antwort also im Januar..)
Tipp 3:
Lehrer dürfen nicht mitraten!

Freitag, 8. Juli 2011

Wie Schürzen Kleider machen...

... habe ich heute erlebt. Mein Problemkleid
hat eine Metamorphose durchlebt und hier im
MeMade-Tagebuch könnt ihr es nachlesen:


Mit 22 Komplimenten im Rücken (DANKE euch dafür!!) beschließe ich heute morgen, mein Problemkleid anzuziehen.
Auf dem Weg zur Schule ist viel Verkehr.
Ich bin spät dran, flitze nur schnell an den Kopierer und dann in die Klasse.
Womit ich ziemlich schnell im Kleidungs-Vakuum verschwinde.
Bewusst wird es mir erst wieder nach der Pause.
Denn in der 3. und 4. Stunde wird heute gekocht.
Ich trage eine Schürze.
Ich trage sonst NIE eine Schürze, wenn ich in der Schule mit den Kindern koche. 
Daraus schließe ich: mein Problemkleid ist mir zu schade zum schmutzig werden. 



Erkenntnisse:
Schürzen trägt man zum Schutz und was ich schütze, an dem liegt mir was. 
...ich ahne, dass sich eine innigere Freundschaft zwischen mir und meinem Kleid anbahnt.


Mein Problemkleid wird hiermit umbenannt in „Stadtkleid“.
Das sollte es nämlich ursprünglich werden. Kein Kleid für Wiesen und Strand, sondern eins für die Stadt.


Mehr MeMadeTagebücher gibt es hier.

Mittwoch, 6. Juli 2011

MeMade: Problemkleid


Endlich ist es fertig: mein Problemkleid.
Es wollte an allen Ecken und Enden nicht, wie ich es wollte und als ich dann auch noch auf die Idee kam das Kleid zu füttern, war es ganz dickköpfig dagegen.
Ich würde nicht sagen, ich habe es bezwungen.
Aber vielleicht ein bisschen gezähmt.
Etwas aus der Reihe tanzt es noch, bei der einen oder anderen Naht.
Damit wir uns nicht völlig zerstreiten, bin ich da auf ein paar Kompromisse eingegangen und ich habe sogar zugegeben, dass einige der Probleme meine Schuld waren und das arme Kleid nun wirklich nichts dafür konnte.
Vielleicht können wir so ja doch noch Freunde werden.



Der Schnitt (Burda 8/2009 (Nr. 128) ist der gleiche wie bei diesem Kleid. Ich habe die Ärmel weggelassen und einen tiefen V-Ausschnitt reingeschnitten.
Beim Stoff habe ich die Bordüre, die eigentlich für unten gedacht war in die Mitte gemacht, so dass ich eine blumig, rote Taille hab. Ich finds ganz gut, mit Gürtel entschärft aber noch besser...
Probleme waren zum Beispiel: dass ich Futterkleid und Kleid nicht besonders geschickt aneinander genäht habe, dass der Ausschnitt immer aufstand und auch immer noch nicht so liegt wie er liegen sollte, dass es Beulen an den Seiten gab, dass ich einen zu kurzen Reißverschluss gekauft hatte, dass ich den Saum unten zu guter letzt zu kurz abgeschnitten habe...)

...nun ist es eben ein kurzes Kleid mit einem eigenwilligen Ausschnitt...

Schaun wir mal wie kurz die anderen MeMädels ihre Kleider tragen.

Montag, 4. Juli 2011

Erkenntnisse über Häkelwesten...

 ...und deren Ähnlichkeit zu Tischdecken
aus dem MeMade-Tagebuch:

Erste Pause, ich komme gerade ins Lehrerzimmer, da sagt meine Kollegin auch schon:
„Hast dus schon gefunden?“
Ich wunder mich „Was?“
„In deinem Fach...“
In meinem Fach liegt das:

Zwei Häkeldeckchen.

Ich glaube es ist als Wiedergutmachung gedacht, weil eben jene Kollegin vor ein paar Tagen, als ich mit meiner selbstgehäkelten Weste in die Schule kam, fragte, ob ich mir eine Tischdecke umgehängt habe.
Ich vermittelte ihr daraufhin anscheinend glaubhaft, dass ich die Bemerkung ziemlich daneben fand, dass ich meine Weste in wochenlanger Arbeit selbst gehäkelt habe und darauf ziemlich stolz sei.

Nun schenkt sie mir also zwei Häkeldeckchen, die ihre Oma selbst gehäkelt hat.
Ich frage mich, ob sie meint, ich solle mir die Deckchen auf den Tisch legen oder ob sie zum Umhängen gedacht sind. Meine Kollegin fragte ich das leider nicht.
Naja, ich packe mir die Deckchen ein und werde selbst entscheiden, was ich damit mache.


Erkenntnisse:
MeMade-Kleidung kann für andere ein Fettnäpfchen sein... (Offenbar ist es unangenehmer, selbstgemacht Kleidung nicht angemessen zu würdigen, als gekaufte Kleidung nicht angemessen zu würdigen).
Und:
MeMade-Kleidung kann andere dazu inspirieren, mich zu beschenken. Interessant...




Wer in anderen MeMade-Tagebüchern lesen möchte, oder selbst eins schreiben will - hier gehts lang.

Freitag, 1. Juli 2011

Ein MeMade Tagebuch...

...könnte man ja mal schreiben. War die Idee von Meike. Und die Umsetzung erfrischend frei gestaltbar.
Darum eröffne ich ein neues Kapitel und werde euch zwischen all den anderen Stücken ab und zu auch Einblicke in meinen Alltag gewähren. Das können natürlich immer nur Bruchstücke desselben sein und darum soll das Kapitel auch so heißen.
Me Made Tagebuch schreibe ich immer dann, wenn mir meine MeMade Stücke irgendwas erwähnenswertes bescheren. Also weniger die Idee der Auswertung (wie oft trag ich MeMade - wie bei Meike) sondern mehr die Idee: was macht denn MeMadeMode mit mir und meinem Leben...

heute also

Aus dem Tagebuch eines MeMädels
1.Juli

Das Aufstehen, war so schwer heute.
Obwohl ich grad geduscht habe, bin ich noch gar nicht richtig wach, als ich vor dem Kleiderschrank stehe.
Ich zieh meine neue Jeans an.
Und ein T-Shirt brauch ich noch.
Da liegen fünf Stapel mit T-Shirts oder Blusen. Ich finde nichts, was passt.
Ich bin so müde.
Ich will nicht arbeiten.
Neidischer Blick zum Bett.
Immer darf der so lange schlafen.
Ich nehme irgendein T-Shirt und beim Überziehen wird mir klar, dass zu dem lila Shirt meine rosa Schuhe nicht passen. Die passen aber so schön zur Jeans. Auch egal heute.
Noch einen Tag rumkriegen, dann ist Wochenende.
Ich trödel beim Frühstück und muss mich plötzlich beeilen.
Auf dem Weg raus noch schnell meine Lieblings-MeMade-Tasche gegriffen.
Im Auto laute Musik.
Stimmung schon wacher.
Im Lehrerzimmer Kollegin K.: „Das ist aber eine schöne Tasche.“
Stimmung steigt.
Über Tasche gucken, merken wir gar nicht, dass die Klingel heute kaputt ist. Als wirs merken, haben wir fünf Minuten vom Arbeitstag schon geschafft.
Stimmung gerettet.

Ab Betreten des Klassenzimmers ist meine Kleidung völlig egal.
Da gibt es nur zwei Fälle, in denen mir bewusst wird, was ich anhabe.
Fall 1: sie hindert mich an irgendwas. Letztes Mal passiert bei meinem rosa Kleid, in dem ich beim Tanzen nicht die Arme hoch kriegte.
Fall 2: die Kinder sagen „Du siehst aber schön aus heute.“ – Ja...sowas kommt vor... manchmal :-)